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16.3.2012
Biathlon-WM in Ruhpolding

Vor wenigen Tagen ging die Biathlon-WM, die in diesem Jahr in der Chiemgau Arena in Ruhpolding stattfand, zu Ende.
Im Verlauf der bereits vierten Biathlon-WM in Ruhpolding traten 400 Athleten aus 45 verschiedenen Nationen im Kampf um insgesamt 33 Medaillen gegeneinander an. Während der acht Wettkampftage fanden sich mehr als 218.000 Zuschauer aus aller Welt in der bayrischen Kleinstadt ein. So groß war der Zuschaueransturm bei einer Biathlon-WM noch nie. In der gesamten Region gab es laut Organisator der schillernden Veranstaltung keine freien Betten mehr.
Die Arena, in der alle Wettkämpfe stattfanden, wurde im Vorjahr in Hinblick auf die WM modernisiert. Im Zuge dessen wurde auch die Beschneiungsanlage erneuert. Dabei vertraute man auf das Know-how von TechnoAlpin. 2x M20 mobil, 4x T40 mobil, 2x T60 mobil, 2x T60 auf Lift und 2x T60 auf 10-m-Arm garantieren einen perfekten Untergrund auf der erst kürzlich vergrößerten Piste. 2 Kühltürme kühlen darüber hinaus das Wasser auf die optimale Beschneiungstemperatur. Mit dieser Anlage wurde Schnee für insgesamt 40.000 m² auf der ebenfalls erweiterten Strecke erzeugt.
In Anbetracht der für diese Jahreszeit zu hohen Temperaturen, hätten die Wettkämpfe ohne eine technische Beschneiung aller Voraussicht nach nicht stattfinden können.
Die Eröffnungsveranstaltung der Weltmeisterschaft fand am Mittwoch, den 29. Februar im Championspark Ruhpolding statt, in dem sich 10.000 begeisterte Zuschauer einfanden.
Absoluter WM-Star bei den Herren war zweifellos der Franzose Martin Fourcade, der mit seinen drei Goldmedaillen (Sprint, Verfolgung und Massenstart) und einer Silbermedaille (Staffelrennen) allen bewies, dass er die beste Form hatte. Der Slowene Jakov Fak gewann eine Goldmedaille beim Einzelwettbewerb und schreibt somit als erster Slowene, der eine Goldmedaille bei einer WM eroberte, Geschichte. Die Biathlon-Legende Ole Einar Bjoerndalen erweiterte seine Sammlung um weitere zwei Goldmedaillen.
Bei den Damen tat sich die Norwegerin Tora Berger als absolute WM-Königin hervor. Sie gewann drei Goldmedaillen (gemischte Staffel, Einzel und Massenstart) und eine Bronzemedaille (Staffelrennen). Nach Beendigung des letzten Wettkampfs gab die Meisterin preis, dass sie vor drei Jahren einen Tumor besiegte − eine bewegende Geschichte. Auch die Französin Marie Laure Brunet zählte zweifelsohne zu den Stars dieser Weltmeisterschaft. Sie musste sich allerdings hinter Tora Berger mit drei Silbermedaillen zufriedengeben.
Die deutsche Magdalena Neuner, die ihren Rückzug aus dem Wettkampfgeschehen zum Saisonende angekündigt hat, holte zwei Goldmedaillen (Sprint und Staffelrennen), eine Silbermedaille (Verfolgung) und eine Bronzemedaille (gemischte Staffel).
Letztlich soll die weißrussische Athletin Darya Domracheva genannt werden, der es gelang, eine Gold- und eine Silbermedaille zu erobern und somit ein überaus positives Saisonresümee zu ziehen.
Sowohl sportlich gesehen als auch von ihrer Organisation her war diese Weltmeisterschaft eine der spektakulärsten. Zu verdanken war dies nicht zuletzt auch den 1100 Freiwilligen, die die Organisatoren während der gesamten Veranstaltung unterstützten.
Bild: Ruhpolding Tourismus GmbH


























































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