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13.11.2009

Erste Beschneiungsanlage in der Mongolei

Erste Beschneiungsanlage in der MongoleiWer an die Mongolei denkt, hat unweigerlich Bilder von unendlichen Weiten und einer einzigartigen Nomadenkultur im Kopf. Und doch ist das Land, das im Norden an Russland und im Süden an China grenzt, noch weitaus vielfältiger und mancherorts auch sehr westlich orientiert. Eines der neuesten, modernen Projekte ist das Skigebiet „Sky Resort“, das erstmals zur Wintersaison 2009/10 öffnet. Das Gebiet befindet sich nur wenige Kilometer von Ulaanbaatar, der Hauptstadt des Landes mit ca. 1 Mio. Einwohnern.

Mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur im Winter von -25° ist es hier zwar sehr kalt, gleichzeitig sorgt das ausgeprägte Kontinentalklima für extreme Trockenheit - und damit für eine ungewisse Schneelage. Beim neuen „Sky Resort“ wollte man diesen Unsicherheitsfaktor von vornherein ausschließen und hat deshalb voll auf technische Beschneiung gesetzt. Dank der TechnoAlpin Anlage können die 6 Pistenkilometer zu 100% beschneit werden.
Herzstück der Beschneiungsanlage bilden die 2 vollautomatischen Pumpstationen mit einer Gesamtleistung von 50 l/s und 375 kW. Die Kompressorstation leistet 16,6 m³/min bzw. 90 kW. 14 km Luft- und Wasserleitungen wurden verlegt. Für die Schneeerzeugung an den Pisten sorgen 15 händische Schneilanzen des Typs A30, dessen speziell entwickelte Treibdüsen mit integriertem Nukleator feinste Zerstäubung, einen weiten Wurf und beste Schneequalität garantieren.

Das Projekt bedeutete einen riesigen organisatorischen Aufwand, einerseits hinsichtlich der Zusammenarbeit mit lokalen Partnerunternehmen, andererseits in Bezug auf Logistik und Verzollung. Denn bei TechnoAlpin werden alle Schneeerzeuger am Hauptsitz in Bozen produziert und getestet. Um möglichst kurze Lieferzeiten zu erreichen, wurden die Lanzen sowie die Elemente der Pump- und Kompressorstationen auf dem Landweg von Südtirol über Russland nach Ulaanbaatar geliefert. Der Rest gelangte auf dem Seeweg zunächst nach China und von dort über Land in die Mongolei. All diesen Schwierigkeiten zum Trotz konnte die Anlage Mitte September erfolgreich in Betrieb genommen werden.




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