Schneeerzeuger

Schneeerzeuger sind nur eine von vielen Komponenten einer Beschneiungsanlage. Um die Schneeerzeuger mit Wasser, Druckluft und elektrischer Energie in der richtigen Menge, mit dem richtigen Druck, am richtigen Ort, zur rechten Zeit zu versorgen, müssen viele Komponenten und Elemente optimal aufeinander abgestimmt sein.

 

TechnoAlpin bietet drei verschiedene Arten von Schneeerzeugern an:

Bei Propellerschneeerzeugern und Schneilanzen ist das Prinzip der Schneeerzeugung jeweils dasselbe. Bei diesem Maschinenschnee wird der natürliche Schneefall nachgeahmt: Die sogenannten Nukleatoren erzeugen ein Wasser-Druckluft-Gemisch, das durch die Expansion in der Atmosphäre Nukleide (=Schneekerne) entstehen lässt. Gleichzeitig zerstäuben die Düsen Wasser in feinste Tröpfchen, welche sich mit den Nukleiden verbinden und auf ihrem Weg zu Boden zu kleinen Schneekristallen ausfrieren.

 

Damit die technische Beschneiung funktioniert muss auch die Natur mitspielen. Sowohl Lufttemperatur als auch Luftfeuchtigkeit spielen eine wichtige Rolle. In der Beschneiung spricht man daher von der sog. Feuchtkugeltemperatur, die sich aus Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit zusammensetzt. Je feuchter die Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Das heißt, bei hoher Luftfeuchtigkeit müssen tiefere Temperaturen vorherrschen um Schnee erzeugen zu können. TechnoAlpin-Schneeerzeuger funktionieren ab einer Feuchtkugeltemperatur von -2,5 °C. Bei einer geringen Luftfeuchtigkeit von 20% werden diese -2,5° C Feuchtkugeltemperatur schon bei +3 °C erreicht. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90% hingegen werden Temperaturen von -2°C benötigt, um auf die -2,5°C Feuchtkugeltemperatur zu kommen. Das bedeutet also, bei geringer Luftfeuchtigkeit funktioniert die Beschneiung auch bei leichten Plusgraden, bei hoher Luftfeuchtigkeit sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt notwendig. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt spricht man von Rand- oder Grenztemperaturen.

 

Entscheidend für die Schneeerzeugung vor allem im Grenztemperaturbereich ist auch die Wassertemperatur. Mit Kühltürmen wird das Wasser auf eine optimale Temperatur gebracht um die Effizienz der Anlage zu steigern oder schon früher in Betrieb nehmen zu können.

Neben den äußeren Verhältnissen spielt auch der Faktor Zeit eine große Rolle. Während der natürliche Schneefall einige Minuten Zeit hat um seine Flocken zu bilden, muss der technisch erzeugte Schnee mit wesentlich kürzeren Zeiten auskommen. Bei den Propellermaschinen wird die benötigte Zeit mithilfe eines Gebläses, eben des Propellers geschaffen. Bei den Lanzen wird mit der größeren Fallhöhe von bis zu 10 Metern gearbeitet.

 

Ein weiterer Unterschied der Schneeerzeuger liegt im Anwendungsbereich. Zentral ist die Installation des richtigen Schneeerzeugers am richtigen Ort. Je nach Temperatur, Pistenbreite, benötigter Schneemenge, Gefälle, Windsituation usw. wird der geeignete Schneeerzeuger ausgewählt.

 

Sowohl Propellerschneeerzeuger als auch Schneilanzen sind als manuell regelbare oder vollautomatische Modelle verfügbar. Mit beiden Typen können unterschiedliche Schneequalitäten (von ganz trocken bis nass) produziert werden.

Seit 2014 bietet TechnoAlpin neben diesen beiden gängigen Schneeerzeugern auch die Snowfactory an, einen Schneeerzeuger für Plusgrade. Dieser Schneeerzeuger ist nicht als Ersatz für die klassische Beschneiung gedacht, sondern als Ergänzung dazu. Die Snowfactory eignet sich für Events oder für kleinere Pistenabschnitte sowie nordische Zentren.

 

Die Snowfactory produziert im Gegensatz zu den gängigen Schneeerzeugern keinen Schnee im eigentlichen Sinn, sondern kleine trockene Eisblättchen, die über ein Förderband oder ein Gebläse auf die Piste gelangen.

Der umgangssprachlich verwendete Begriff „Schneekanone" ist nicht als Synonym für Schneeerzeuger zu verstehen, da er sich meist nur auf Propellerschneeerzeuger bezieht und Schneilanzen nicht berücksichtigt. Mit Vorsicht zu gebrauchen ist auch der Begriff „Kunstschnee": Maschinell erzeugter Schnee besteht wie Naturschnee ausschließlich aus den Elementen Wasser und Luft. Kunstschnee steht eher für Filmschnee aus Plastik oder Styropor. Die richtige Bezeichnung für Schnee aus der Beschneiungsanlage wäre „technischer Schnee" oder „Maschinenschnee."