Technische Schneeerzeugung als Grundlage für den Wintersport

Technische Beschneiung ist heute die Grundlage für den Wintertourismus. Ohne Beschneiung wären die Pisten den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gewachsen. TechnoAlpin garantiert deshalb eine optimale Schneequalität auf Pisten und eine hohe Planbarkeit der Saisoneröffnung von Skigebieten.

Technischer Schnee besteht ausschließlich aus Wasser und Luft. Er unterscheidet sich somit nicht von natürlichem Schnee. Um die Auskristallisierung von Schneeflocken durch Schneefall zu simulieren, werden Schneeerzeuger eingesetzt. TechnoAlpin bietet drei verschiedene Arten von Schneeerzeugern an: Schneekanonen, Schneilanzen und einen Schneeerzeuger für warme Temperaturen, die Snowfactory.

Bei der technischen Schneeerzeugung produzieren so genannte Nukleatoren ein Gemisch aus Wasser und Druckluft, das bei der Ausbringung in die Atmosphäre Schneekerne (Nukleide) bildet. Durch die Düsen von Schneeerzeugern wird das Wasser in feinste Tröpfchen zerstäubt, die sich mit den Nukleiden verbinden. Auf ihrem Weg zum Boden frieren sie anschließend zu Schneekristallen aus. Dieser Weg wird von verschiedenen Schneeerzeugern unterschiedlich simuliert: Bei Propellermaschinen geschieht dies über ein Gebläse, bei Schneilanzen wird die natürliche Fallhöhe von bis zu zehn Metern genutzt.

Wie bei natürlichem Schneefall müssen auch bei technischer Beschneiung Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit die nötigen Voraussetzungen aufweisen. In der Beschneiung spricht man daher von der Feuchtkugeltemperatur, die sich aus dem Verhältnis von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit zusammensetzt. Die Feuchtkugeltemperatur liegt dabei stets unter der Außentemperatur. Je feuchter die Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie noch aufnehmen. Zeitgleich sind dann tiefere Temperaturen nötig, damit sich aus den Wassertröpfchen Schneekristalle bilden können.

Schneeerzeuger von TechnoAlpin produzieren Schnee ab einer Feuchtkugeltemperatur von -2,5 °C. Bei sehr geringer Luftfeuchtigkeit kann diese bereits bei leichten Plusgraden erreicht werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit sind dafür Minusgrade vonnöten. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt spricht man von Rand- oder Grenztemperaturen. Vor allem bei diesen Grenztemperaturen ist auch die Wassertemperatur entscheidend. Es werden deshalb Kühltürme eingesetzt, um eine optimale Wassertemperatur zu erreichen und die Effizienz einer Beschneiungsanlage zu steigern.

Schneeerzeuger sind nur eine von vielen Komponenten einer Beschneiungsanlage. Dabei ist es nötig, dass verschiedene Komponenten optimal aufeinander abgestimmt werden, damit die Schneeerzeuger im richtigen Augenblick mit dem richtigen Druck und der richtigen Menge Wasser versorgt werden.

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Der richtige Schneeerzeuger am richtigen Ort

Für eine optimale Ausnutzung der territorialen Gegebenheiten und der vorhandenen Ressourcen ist die Wahl des richtigen Schneeerzeugers zentral. Je nach Temperatur, Pistenbreite, benötigter Schneemenge, Gefälle oder Windsituation fällt die Wahl auf eine individuelle Lösung zwischen Schneekanonen und Schneilanzen. Beide Schneeerzeuger sind sowohl vollautomatisch, als auch in manuell regelbarer Ausführung verfügbar und können zur Produktion unterschiedlicher Schneebeschaffenheiten (von ganz trocken bis nass) eingesetzt werden. Die Forschungsabteilung bei TechnoAlpin ist ständig darum bemüht, die Schneeerzeuger von TechnoAlpin noch effizienter zu entwickeln. Dabei soll mehr Schnee durch die eingesetzten Ressourcen produziert werden, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schützen.

Seit 2014 bietet TechnoAlpin neben diesen beiden gängigen Schneeerzeugern auch die Snowfactory an, einen Schneeerzeuger für warme Temperaturen. Dieser Schneeerzeuger soll weniger als Ersatz für eine klassische Beschneiung dienen, sondern ergänzt und erweitert die Einsatzmöglichkeiten von technischer Beschneiung. Die Snowfactory eignet sich vor allem für Events, die Beschneiung kleinerer Pistenabschnitte, sowie nordische Zentren.