Snowfactory - ein Blick auf die Entwicklung und Zukunft

Vor ungefähr 5 Jahren startete TechnoAlpin mit der Entwicklung der Snowfactory. 2014 wurde die erste Maschine in Winterberg in Betrieb genommen. Seit damals ist viel passiert: von Kalifornien bis Vietnam sind ab der Wintersaison 2016/17 weltweit bereits 18 Maschinen in Betrieb. Dass sich demzufolge technisch viel getan hat, liegt auf der Hand. Benjamin Pötz, Produktmanager der Snowfactory, spricht über den Schneeerzeuger für Plustemperaturen, dessen Entwicklung und Zukunft.

Die Snowfactory erzeugt Schnee auch bei Plustemperaturen. Was sind die Einsatzbereiche der Snowfactory und für was wird sie am häufigsten verwendet?

Benjamin Pötz: „Die Snowfactory dient als Ergänzung zur traditionellen Beschneiung. Sie kommt also dann zum Einsatz, wenn das Potential einer Beschneiungsanlage ausgeschöpft ist – als Optimierung der Anlage. Besonders beliebt ist die Maschine in Biathlon-Zentren, wo mit relativ wenig Schnee viel erreicht werden kann. Innerhalb kürzester Zeit werden komplette Langlauf-Loipen mit Snowfactory-Schnee präpariert. Der Schneeerzeuger für Plustemperaturen kommt auch auf zahlreichen Veranstaltungen zum Einsatz. Bei Events in Skigebieten sowie in Städten, ist die Snowfactory stets eine Attraktion. Die Leute sind begeistert vom Schnee, Kinder machen Schneeballschlachten und auch einige Erwachsene erwischt man dabei, wie sie voller Freude Schneeengel formen. Die Snowfactory hat sich daher als eine gute Investition, um den Skisport zu promoten, entpuppt. Auch für die Sicherung einzelner elementarer Pistenabschnitte ist die Snowfactory geeignet. Großes Potential hat die Maschine in der Kombination mit Snow Farming. Im Norden Europas konnten Skigebiete letztes Jahr schon im November öffnen, da sie mit Hilfe der Snowfactory und Schneeeinlagerungen genug Schnee für komplette Hänge zusammen hatten.“

Forschung und Entwicklung ist TechnoAlpin sehr wichtig. Welche technischen Fortschritte hat die Snowfactory seit ihrer Einführung hinter sich?

Benjamin Pötz: „Energie-Effizienz wird bei TechnoAlpin groß geschrieben. Wir sind stets dabei, unsere Produkte weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das gleiche gilt natürlich für die Snowfactory. Vergleicht man die Modelle aus dem Jahre 2014 und 2016, konnte der Energiebedarf je nach Modell um 15 % und mehr gesenkt werden. Zudem werden alle Maschinen in die Leitsysteme ATASSplus und Liberty integriert und können somit einfach und automatisiert gesteuert werden. Damit kann das energieeffiziente Zusammenspiel mit der traditionellen Beschneiung aus einem System gesteuert werden.“

Ab der Wintersaison 2016/17 sind 18 Maschinen in 11 Länder im Einsatz. Wie sind die Prognosen der Nachfrage für die Zukunft?

Benjamin Pötz: „2014 starteten wir mit der ersten Installation in Winterberg. Das war ein großer Erfolg, denn das Interesse an dem Schneeerzeuger für Plustemperaturen stieg sichtlich. Wir bemerken zurzeit einen sehr positiven Trend der Nachfrage und erwarten auch in den nächsten Jahren einige Projekte. Zurzeit sind weltweit 18 Maschinen in elf Ländern im Einsatz. Neben Märkten, in denen wir bereits agieren, wie Deutschland, Schweiz, Tschechien, Norwegen oder Schweden, konnten wir mit der Snowfactory neue Märkte erschließen: Dieses Jahr wird eine Maschine in einem Einkaufszentrum in Ho Chi Minh City, Vietnam, installiert. Dort dient die Snowfactory hauptsächlich dazu, um den Schnee zu den Leuten zu bringen. In solch ‚exotischen‘ Märkten, haben die Leute meistens selten oder noch nie im Leben Schnee gesehen und sind natürlich überaus begeistert. Somit produziert die Snowfactory nicht nur Schnee, sondern auch Freude.“

Wie wichtig ist die Snowfactory für die Firma TechnoAlpin?

Benjamin Pötz: „Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf der traditionellen technischen Beschneiung. Die Snowfactory ist bei weitem nicht für jedes Skigebiet interessant, weil nicht jedes Skigebiet die gleichen Anforderungen hat. Aber sie ist sehr wichtig für unser Produktportfolio. Unsere Kunden erhalten für jeden Bedarf den richtigen und natürlich qualitativ hochwertigen Schneeerzeuger. Auch wenn die Snowfactory nur einen sehr geringen Teil des Gesamtumsatzes ausmacht, generiert sie einen Wert, der für TechnoAlpin von großer Bedeutung ist: sie bringt Freude am Schnee zu den Menschen und motiviert somit Leute zum Skifahren.“

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